Das Wohnungs-Wunder

Juli 23, 2011

„Ich glaube, ein zweites Mal würden meine Nerven euer Abenteuer nicht überstehen …“, schrieb uns eine junge Frau. Da können wir Euch, liebe Leser, beruhigen. Im September werden wir, noch vor dem 50. Hochzeitstag von Annemaries Eltern, wieder in die Schweiz zurückfliegen, um dieses besondere Fest mit ihnen zu feiern. Zusammen haben sie viele Sonnen- und Regentage gemeistert und sich auch durch eine Behinderung die Freude am Garten nicht nehmen lassen. In Israel begegneten wir eines Morgens einer Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung, die sich jeden Freitag zu einer gemeinsamen Radtour trifft. In ihrem Logo war das hebräische Wort „beyachad“ wie auch dessen deutsche Entsprechung „zusammen“ zu lesen. Wir wunderten uns, und sprachen sie darauf an. „Das ist Jiddisch“, erklärten sie uns. Voller Begeisterung über unsere Tour wollten sie gleich mit uns anstoßen. „Nein, danke. Wir trinken nie am Morgen,“ entgegneten wir. Das hinderte sie jedoch nicht daran, uns kurz darauf zwei Becher mit Wein in die Hand zu drücken. Gemeinsam unterwegs zu sein ist bereichernd, inspirierend und es erweitert den Horizont. Wir freuen uns, dass es auch in der Schweiz Gruppen gibt, die mit behinderten Menschen Ausflüge machen. Annemaries Eltern nahmen diese Woche mit „Glaube und Behinderung“ (http://www.gub.ch) an einer Freizeit in Interlaken teil.

Unsere Wanderung ist zu Ende. Das letzte Stück Weg führte uns über den Israel Trail (siehe Video vom Karmel bis Cäsarea) (von Cäsarea bis Latrun) (von Latrun bis Jerusalem) bis zu unserem Ziel, dem Ölberg in Jerusalem (siehe Video von Jerusalem bis zum Ölberg). Danach gönnten wir unserer Seele erst einmal eine „Erlebnis-Pause“, während der wir eine Woche lang ein Haus samt Hund hüteten. Durch die täglichen Spaziergänge kamen wir nicht ganz aus der Übung. Unsere erste Begegnung mit dem Vierbeiner ließ uns allerdings erst einmal das Blut in den Adern gefrieren, als er sich wütend auf eine Katze stürzte, die es gewagt hatte, in sein Revier einzudringen. Während der darauffolgenden Woche jedoch fraß er weder Katzen noch anderes Getier, und wir hätten es noch länger mit ihm ausgehalten. Doch Gott hatte schon etwas anderes für uns vorbereitet.

Bei unserer Ankunft in Israel wussten wir noch nicht, wo wir den Sommer verbringen würden. In Haifa dann lernten wir ein interessantes Ehepaar kennen, dessen Geschichte kürzlich auf Video aufgenommen wurde (siehe Video). Da die beiden, Judith und Isaak, nun für ein paar Wochen in die Schweiz gereist sind, können wir ihre Wohnung und obendrein noch von dort aus drei Wochen lang eine hübsche Katze hüten. Interessant ist, dass der Psalm 121 auch für Judith eine besondere Bedeutung hat. Da er auf Annemaries Sonnenhut steht, wurden wir unterwegs immer wieder daran erinnert. Wir können nur bestätigen, dass sich Gottes Aussage darin täglich bewahrheitete: „Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet schläft nicht.“ Ja, wir taten, was von unseren Kräften her möglich war, aber Gott war es, der uns Tag und Nacht behütet und über uns gewacht hat. Ein Geschenk, das wir dankbar annahmen. Lob und Dank wollen wir IHM bringen!

Wir mussten auf dieser Reise lernen, viele Geschenke anzunehmen. Denn nur, wenn wir das tun, können wir auch großzügig weitergeben. Gott hat uns mit Kraft und so viel Gutem überschüttet, was wir an anderer Stelle und oft in anderer Form weiterschenken konnten. Zum Beispiel kam es vor allem in der Türkei immer wieder einmal vor, dass wir so manchem Autofahrer eine Freude machen konnten, indem wir spontan mithalfen, ein Auto anzuschieben. Ab und zu mussten wir uns auf der Karte zeigen lassen, wo wir uns befanden, aber sehr oft konnte Hanspeter Autofahrern und Wanderern auf der Suche nach dem Weg behilflich sein. Wir nahmen auch das Geschenk der zahlreichen Helfer an, die bei unserer Abreise in Basel im Hintergrund eine Aufgabe übernommen hatten. Auf den Fotos stehen wir zwar vorne, aber ohne das große Team im Hintergrund wären wir nie so gut ans Ziel gekommen. Zusammen ist viel mehr möglich. Wir denken hier besonders an unsere „Notfall-Helfer“. Wir wussten z.B., dass Daniel eingesprungen wäre, wenn mit dem Internet etwas nicht funktioniert hätte, Bini hätte gehandelt, wenn mit unseren zuverlässigen Wanderstöcken Probleme aufgetaucht wären und Käthy war immer dafür besorgt, dass wir mit unserem Handy telefonieren konnten. Andere haben uns vor und während unserer Reise Hilfe angeboten, falls ein Notfall eintreten sollte. Das hat uns sehr berührt! Dieses Wissen gab uns neben dem Vertrauen auf Gott großen Rückhalt und war uns eine große Ermutigung. Und zahlreiche Sponsoren waren mitbeteiligt, dass auch wir bei Menschen mit knappen finanziellen Mitteln großzügig sein konnten. Jemand, den wir auf unserer Tour kennen gelernt hatten, ließ uns wissen: „Dass ihr eine so großzügige Gabe zurückgelassen habt, zeigt, dass ihr ganz großes Vertrauen in unseren himmlischen Vater und Seine Fürsorge habt. Das macht Mut und spornt an.“

In den kommenden Monaten werden wir uns Zeit nehmen, unsere Erlebnisse in einem Buch zusammenzufassen und Vorträge zu halten. Vielleicht können wir auch noch mehr Leute motivieren, sich in der herrlichen Natur zu bewegen. „Heute sind wir einige Stunden wandern gegangen, natürlich „angestachelt“ durch Euch. Es war ganz herrlich“, schrieb uns jemand. Da freuen wir uns mit! Freude pur haben uns auch Renée und Walter bereitet. Sie halten ab Ende September bis im Juni 2012 eine möblierte Wohnung für uns bereit. Auf dem Dachboden ihres Hauses in Rapperswil durften wir bereits vor der Reise einen Teil unserer Habe verstauen. Das war uns eine sehr große Hilfe und wir staunen über dieses Wunder.

Ein noch größeres Wunder wartet etwas später auf uns, denn bereits jetzt ist eine weitere Wohnung für uns in Arbeit: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht gesagt: Ich gehe hin, um dort alles für euch vorzubereiten“, sagte Jesus (Johannes 14,2). Kaum zu glauben, mit wie viel Liebe sich Gott um uns sorgt.

Noch sind wir auf dieser Erde unterwegs. Diese Zeit möchten wir sinnvoll nutzen. Wer mit uns eine Veranstaltung organisieren möchte, darf sich gerne unter dieser Mailadresse mit einer Anfrage an uns wenden. Einige Termine stehen bereits fest. Im Christlichen Freizeit- und Gästehaus Haus Felsengrund in Rathen (Sächsische Schweiz/D) z.B. werden wir vom Fr 25.- So 27. 11. 2011 ein Wochenende gestalten mit den folgenden Schwerpunkten: Loslassen und Aufbrechen, Unterwegs bei Sonnenschein und Regen, Faszinierende Entdeckungen auf dem Weg, Licht-Blicke & Jerusalem-Impulse. Wer dort dabei sein möchte, melde sich bitte direkt im Haus Felsengrund an (www.Felsengrund-Rathen.de) .

In den nächsten Wochen werden wir auch immer wieder einmal neue Videos und Fotos ins Netz stellen. Vor einiger Zeit erreichte uns diese Nachricht: „Seit Eurer Abreise aus Basel verfolge ich Eure Pilgerreise. Sowohl die Reisebeschreibung (eingebunden an den festen Glaube an Gott), als auch die Bilder sind jedes Mal ein Genuss!!!!“

In diesem Sinne wünschen wir Euch immer wieder genüssliche Momente im Alltag.

Hanspeter und Annemarie

nächster Bericht

 

Radio-Interview ERF Deutschland 14. Juli 2011

https://baseljerusalem.wordpress.com/2011/07/14/radio-interview-erf-deutschland/

Weitere Links:

Homepage: www.BaselJerusalem.info

Fotos: https://baseljerusalem.wordpress.com/category/fotos/

Videos: http://www.youtube.com/user/BaselJerusalem?feature=mhum#g/u

Radio Life Channel (ERF Schweiz)

http://www.lifechannel.ch/life_channel-programm-serien-reise_nach_jerusalem.html

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: