Archive for the 'Texte / Berichte' Category

Portrait in der Allianz-Broschüre 2013

November 9, 2012

Anlässlich der Allianzgebetswoche gibt die Schweizerische Evangelische Allianz jeweils ein Gebetsheft heraus. In diesem Heft ist ein Portrait von uns erschienen. Hier bestellen / Download (3,13 MB)

Unterwegs mit Gott – nach Jerusalem

Zu Fuss von Basel nach Jerusalem zu wandern, ist kein alltäglicher Gedanke. Für das Ehepaar Obrist (45) war dies aber mehr als ein Gedanke. Sie machten sie sich auf eine knapp elfmonatige Reise, die ihr Leben prägte.

Noch vor der Abreise hatten sie erste Schwierigkeiten zu meistern: «Das Loslassen viel uns schwer. Bei vielen Gegenständen mussten wir entscheiden, ob wir sie verschenken, ausleihen, lagern oder entsorgen sollten. Dafür war es entlastend, sich von allem Unnötigen zu trennen

Unterwegs hatten die beiden viel Zeit fürs gemeinsame Gebet und stets Grund, Gott zu danken. Dass sie täglich einen geeigneten Schlafplatz fanden, dass sie während der gesamten Reise gesund blieben, war Geschenk und Wunder zugleich.

Nachdenklich stimmte die Wanderer ein Erlebnis in Italien: Auf der Suche nach einer Übernachtungsgelegenheit fragte sie eine Bäuerin, woher sie wissen würden, dass sie ihr vertrauen können und umgekehrt. Neu mussten sie sich hinterfragen, ob sie Gott und seiner Wegführung wirklich vertrauten und ihm die Führung überliessen.

Mit den zurückgelegten Kilometern entwickelte sich auch die Beziehung zu Gott. «Die Naturschönheiten und Erlebnisse mit Gott berührten uns tief und festigten unseren Glauben. Dabei erlebten wir die Wirkung der Gebete unserer Freunde, was uns wiederum motivierte, für andere Menschen zu beten.»

Die Wanderung zeigte ihnen die Verschiedenartigkeit ihrer beiden Charaktere auf. Und sie merkten, wie einer den anderen ergänzte. Die beiden sind überzeugt, vieles wäre nicht möglich gewesen, hätte sich jeder alleine auf den Weg gemacht.

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Zu Fuss von Basel nach Jerusalem

August 21, 2011

Klicke auf diesen Text, um zum Start unserer Reise zu gelangen. Wenn man oben rechts klickt, kommt man immer auf den nächsten Beitrag. Unten kann man wählen, ob man nur den Texten oder den Videos folgen möchte.

Jetzt halten wir Vorträge (siehe unten) und schreiben ein Buch über unsere Erlebnisse. Sende uns eine E-Mail oder abonniere den Blog, um weitere Informationen zu erhalten. obrist@BaselJerusalem.info

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Medienberichte

August 4, 2011

Mit Zelt und Bibel von Basel nach Jerusalem

Hanspeter und Annemarie Obrist packten im Sommer 2010 ihre zwei Rucksäcke und wanderten während… mehr…

idea Schweiz  30_31/2011

Schweizer Nationalfeiertag in Tel Aviv

2. August 2011

Gute Stimmung, fröhliche Gesichter und Abschiedsschmerz.

Das Weltenbummler-Ehepaar Obrist an der Schweizer Nationalfeier in Tel Aviv

Der traditionelle 1.-August-Empfang in der Residenz des schweizerischen Botschafters in Ramat Gan war geprägt durch gute Stimmung, fröhliche Gesichter, aber auch ein wenig Wehmut, hervorgerufen durch den unmittelbar bevorstehenden Abschied von Botschaftsrätin Monika Schmutz Kirgöz und ihrem Gatten und Wirtschaftsattaché Yildirim. Monika Schmutz wird das Generalkonsulat in Istanbul übernehmen, das ja «per Flugzeug nur eine Stunde und vierzig Minuten von Tel Aviv entfernt» sei. Eine spezielle Attraktion des Abends war sicher das Ehepaar Hanspeter und Annemarie Obrist aus Basel, die den Weg von der Stadt am Rheinknie nach Jerusalem in zehneinhalb Monaten schafften – zu Fuss versteht sich. Bibellehrer Hanspeter und Kindergärtnerin Annemarie liessen sich auf ihrem Marsch, der sie durch 13 Staaten führte, von biblischen Stätten leiten. Einzige Trübung des Unternehmens bildete der unfreiwillige Umweg per Schiff via Zypern nach Israel, da Syrien das Transitvisa verweigerte.

tachles – Das jüdische Wochenmagazin 2. August 2011

Den Videos folgen

Beitrag im Radio Life Channel (ERF Schweiz) vom 25 Juli 2011

http://www.erf.ch/artikel/14159.html

Frühere Sendungen: http://www.lifechannel.ch/life_channel-programm-serien-reise_nach_jerusalem.html

Das Wohnungs-Wunder

Juli 23, 2011

„Ich glaube, ein zweites Mal würden meine Nerven euer Abenteuer nicht überstehen …“, schrieb uns eine junge Frau. Da können wir Euch, liebe Leser, beruhigen. Im September werden wir, noch vor dem 50. Hochzeitstag von Annemaries Eltern, wieder in die Schweiz zurückfliegen, um dieses besondere Fest mit ihnen zu feiern. Zusammen haben sie viele Sonnen- und Regentage gemeistert und sich auch durch eine Behinderung die Freude am Garten nicht nehmen lassen. In Israel begegneten wir eines Morgens einer Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung, die sich jeden Freitag zu einer gemeinsamen Radtour trifft. In ihrem Logo war das hebräische Wort „beyachad“ wie auch dessen deutsche Entsprechung „zusammen“ zu lesen. Wir wunderten uns, und sprachen sie darauf an. „Das ist Jiddisch“, erklärten sie uns. Voller Begeisterung über unsere Tour wollten sie gleich mit uns anstoßen. „Nein, danke. Wir trinken nie am Morgen,“ entgegneten wir. Das hinderte sie jedoch nicht daran, uns kurz darauf zwei Becher mit Wein in die Hand zu drücken. Gemeinsam unterwegs zu sein ist bereichernd, inspirierend und es erweitert den Horizont. Wir freuen uns, dass es auch in der Schweiz Gruppen gibt, die mit behinderten Menschen Ausflüge machen. Annemaries Eltern nahmen diese Woche mit „Glaube und Behinderung“ (http://www.gub.ch) an einer Freizeit in Interlaken teil.

Unsere Wanderung ist zu Ende. Das letzte Stück Weg führte uns über den Israel Trail (siehe Video vom Karmel bis Cäsarea) (von Cäsarea bis Latrun) (von Latrun bis Jerusalem) bis zu unserem Ziel, dem Ölberg in Jerusalem (siehe Video von Jerusalem bis zum Ölberg). Danach gönnten wir unserer Seele erst einmal eine „Erlebnis-Pause“, während der wir eine Woche lang ein Haus samt Hund hüteten. Durch die täglichen Spaziergänge kamen wir nicht ganz aus der Übung. Unsere erste Begegnung mit dem Vierbeiner ließ uns allerdings erst einmal das Blut in den Adern gefrieren, als er sich wütend auf eine Katze stürzte, die es gewagt hatte, in sein Revier einzudringen. Während der darauffolgenden Woche jedoch fraß er weder Katzen noch anderes Getier, und wir hätten es noch länger mit ihm ausgehalten. Doch Gott hatte schon etwas anderes für uns vorbereitet.

Bei unserer Ankunft in Israel wussten wir noch nicht, wo wir den Sommer verbringen würden. In Haifa dann lernten wir ein interessantes Ehepaar kennen, dessen Geschichte kürzlich auf Video aufgenommen wurde (siehe Video). Da die beiden, Judith und Isaak, nun für ein paar Wochen in die Schweiz gereist sind, können wir ihre Wohnung und obendrein noch von dort aus drei Wochen lang eine hübsche Katze hüten. Interessant ist, dass der Psalm 121 auch für Judith eine besondere Bedeutung hat. Da er auf Annemaries Sonnenhut steht, wurden wir unterwegs immer wieder daran erinnert. Wir können nur bestätigen, dass sich Gottes Aussage darin täglich bewahrheitete: „Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet schläft nicht.“ Ja, wir taten, was von unseren Kräften her möglich war, aber Gott war es, der uns Tag und Nacht behütet und über uns gewacht hat. Ein Geschenk, das wir dankbar annahmen. Lob und Dank wollen wir IHM bringen!

Wir mussten auf dieser Reise lernen, viele Geschenke anzunehmen. Denn nur, wenn wir das tun, können wir auch großzügig weitergeben. Gott hat uns mit Kraft und so viel Gutem überschüttet, was wir an anderer Stelle und oft in anderer Form weiterschenken konnten. Zum Beispiel kam es vor allem in der Türkei immer wieder einmal vor, dass wir so manchem Autofahrer eine Freude machen konnten, indem wir spontan mithalfen, ein Auto anzuschieben. Ab und zu mussten wir uns auf der Karte zeigen lassen, wo wir uns befanden, aber sehr oft konnte Hanspeter Autofahrern und Wanderern auf der Suche nach dem Weg behilflich sein. Wir nahmen auch das Geschenk der zahlreichen Helfer an, die bei unserer Abreise in Basel im Hintergrund eine Aufgabe übernommen hatten. Auf den Fotos stehen wir zwar vorne, aber ohne das große Team im Hintergrund wären wir nie so gut ans Ziel gekommen. Zusammen ist viel mehr möglich. Wir denken hier besonders an unsere „Notfall-Helfer“. Wir wussten z.B., dass Daniel eingesprungen wäre, wenn mit dem Internet etwas nicht funktioniert hätte, Bini hätte gehandelt, wenn mit unseren zuverlässigen Wanderstöcken Probleme aufgetaucht wären und Käthy war immer dafür besorgt, dass wir mit unserem Handy telefonieren konnten. Andere haben uns vor und während unserer Reise Hilfe angeboten, falls ein Notfall eintreten sollte. Das hat uns sehr berührt! Dieses Wissen gab uns neben dem Vertrauen auf Gott großen Rückhalt und war uns eine große Ermutigung. Und zahlreiche Sponsoren waren mitbeteiligt, dass auch wir bei Menschen mit knappen finanziellen Mitteln großzügig sein konnten. Jemand, den wir auf unserer Tour kennen gelernt hatten, ließ uns wissen: „Dass ihr eine so großzügige Gabe zurückgelassen habt, zeigt, dass ihr ganz großes Vertrauen in unseren himmlischen Vater und Seine Fürsorge habt. Das macht Mut und spornt an.“

In den kommenden Monaten werden wir uns Zeit nehmen, unsere Erlebnisse in einem Buch zusammenzufassen und Vorträge zu halten. Vielleicht können wir auch noch mehr Leute motivieren, sich in der herrlichen Natur zu bewegen. „Heute sind wir einige Stunden wandern gegangen, natürlich „angestachelt“ durch Euch. Es war ganz herrlich“, schrieb uns jemand. Da freuen wir uns mit! Freude pur haben uns auch Renée und Walter bereitet. Sie halten ab Ende September bis im Juni 2012 eine möblierte Wohnung für uns bereit. Auf dem Dachboden ihres Hauses in Rapperswil durften wir bereits vor der Reise einen Teil unserer Habe verstauen. Das war uns eine sehr große Hilfe und wir staunen über dieses Wunder.

Ein noch größeres Wunder wartet etwas später auf uns, denn bereits jetzt ist eine weitere Wohnung für uns in Arbeit: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht gesagt: Ich gehe hin, um dort alles für euch vorzubereiten“, sagte Jesus (Johannes 14,2). Kaum zu glauben, mit wie viel Liebe sich Gott um uns sorgt.

Noch sind wir auf dieser Erde unterwegs. Diese Zeit möchten wir sinnvoll nutzen. Wer mit uns eine Veranstaltung organisieren möchte, darf sich gerne unter dieser Mailadresse mit einer Anfrage an uns wenden. Einige Termine stehen bereits fest. Im Christlichen Freizeit- und Gästehaus Haus Felsengrund in Rathen (Sächsische Schweiz/D) z.B. werden wir vom Fr 25.- So 27. 11. 2011 ein Wochenende gestalten mit den folgenden Schwerpunkten: Loslassen und Aufbrechen, Unterwegs bei Sonnenschein und Regen, Faszinierende Entdeckungen auf dem Weg, Licht-Blicke & Jerusalem-Impulse. Wer dort dabei sein möchte, melde sich bitte direkt im Haus Felsengrund an (www.Felsengrund-Rathen.de) .

In den nächsten Wochen werden wir auch immer wieder einmal neue Videos und Fotos ins Netz stellen. Vor einiger Zeit erreichte uns diese Nachricht: „Seit Eurer Abreise aus Basel verfolge ich Eure Pilgerreise. Sowohl die Reisebeschreibung (eingebunden an den festen Glaube an Gott), als auch die Bilder sind jedes Mal ein Genuss!!!!“

In diesem Sinne wünschen wir Euch immer wieder genüssliche Momente im Alltag.

Hanspeter und Annemarie

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Radio-Interview ERF Deutschland 14. Juli 2011

https://baseljerusalem.wordpress.com/2011/07/14/radio-interview-erf-deutschland/

Weitere Links:

Homepage: www.BaselJerusalem.info

Fotos: https://baseljerusalem.wordpress.com/category/fotos/

Videos: http://www.youtube.com/user/BaselJerusalem?feature=mhum#g/u

Radio Life Channel (ERF Schweiz)

http://www.lifechannel.ch/life_channel-programm-serien-reise_nach_jerusalem.html

Zu Fuß von Basel nach Jerusalem

Juli 10, 2011

 

 

 

 

 

 

Viele Berge wir haben erklommen

Sind auf dem Ölberg angekommen

Halleluja! Gott ist treu

Wir haben ihn erlebt ganz neu

Sommer, Winter, Tag und Nacht

Durch seine Engel wir wurden bewacht

Mit Gebet, Hilfe und auch Gaben

Habt Ihr viel dazu beigetragen

Wenn Jesus ist mit uns im Boot

Wir überwinden jede Not

IHM und Euch wollen wir Danke sagen

Im Vertrauen auf Gott neue Schritte wagen

Ihr hört von uns aus Jerusalem

Wenn wir haben die Stadt gesehn

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Angels on the Road

Juli 7, 2011

„Ich freue mich so, dass Ihr Ja gesagt habt!“ sagt Atalia mindestens zum dritten Mal mit einem Strahlen in den Augen. Sie und Mark kommen mit uns ins Gespräch, nachdem wir kurz vor Netanja erfahren haben, dass die „Angels on the road“, die Engel am Weg vom Schwil (Israel Trail) zu beschäftigt sind. Für Schwil-Wanderer gibt es in Israel ein einzigartiges Angebot von Helfern, die günstig oder manchmal auch gratis eine Übernachtung, Trinkwasser oder sonstige Hilfe anbieten. Im Norden hat Reut nach der ersten Nacht im Freien spät abends mit unserem Handy vor den verschlossenen Toren eines Moschaws mit solch einem „Engel“ telefoniert. In einem ehemaligen Kindergarten durften wir gegen eine freiwillige Spende für die Unkosten von Wasser und Strom die Nacht verbringen. Wir fanden das großartig. Da wir im Norden häufig im Zelt oder bei Bekannten übernachteten, kam es erst am Abend vor der Begegnung mit Atalia zum zweiten Kontakt mit einem Engel. „Ja, Ihr könnt bei uns schlafen“, antwortete Gil am Telefon. „Super! Ob wir wohl auf der Wiese unser Zelt aufstellen dürfen?“ fragten wir uns. Im Internet stand nur, es gebe dort eine Duschmöglichkeit. Aus unserer Sicht hieß das noch lange nicht, dass wir mit einem Dach über dem Kopf rechnen konnten. Gil kam uns am Strand entgegen und führte uns im Haus in ein Zimmer mit Doppelbett und eigener Dusche. Wir staunten am späten Abend gleich nochmals, als Gils Frau, Anat, uns für später noch zu sich einlud mit den Worten: „Gil macht gerade das Abendessen für uns.“ Wir waren sprachlos. Später erzählte uns Gil, es sei das zweite Jahr, dass er an dem Netzwerk auf dem Schwil teilnahm: „Und letztes Jahr haben etwa 150 Schwil-Wanderer bei uns übernachtet.“ Nachdem uns Anat am Morgen ermutigt hat, das Netzwerk ruhig noch mehr zu nutzen, telefoniert Hanspeter an jenem Tag mit zwei Engeln. Von beiden erhält er eine Absage, da sie keine Zeit haben. Kurz darauf kommt es am Abend zur Begegnung mit Atalia und Mark. Sie sind soeben von einer Reise in die Schweiz zurückgekommen. „Wisst Ihr schon, wo Ihr heute Nacht schlafen werdet?“ fragt Atalia. Wir verneinen.„Kommt doch zu mir ins Kibbuz“, schlägt sie vor. Froh breiten wir kurze Zeit später unsere Matten aus und bemerken: „Wenn die offiziellen Engel zu beschäftigt sind, schickt Gott einfach andere. Wunderbar!“

„Unglaublich!“ sagt Hanspeter mindestens drei Mal. Nördlich von Tel Aviv müssen wir den Fluss Yarkon überqueren. Das Problem ist, dass man auf dem Schwil nur durchs Wasser auf die andere Seite gelangen kann. Doch auch hier hat Gott vorgesorgt. Obwohl unser Wegabschnitt sehr abgelegen ist, steht genau am richtigen Ort und zur richtigen Zeit ein Fahrzeug am Fluss. Für Annemarie ist der Fall klar. Das muss Gott für uns vorbereitet haben. Ohne lange zu überlegen spricht sie die Leute dort an: „Taxi?“ Die zwei jungen Männer diskutieren und der Fahrer gibt uns zu verstehen, wir sollen uns jeweils links und rechts aufs Trittbrett stellen. Kaum haben wir den Fuß auf der anderen Seite auf den Boden gesetzt, fährt unser Taxi auch schon wieder zurück und die zwei Männer sind auch bereits verschwunden. „Danke Herr, dass Du uns sogar zur rechten Zeit ein Taxi geschickt hast!“ Gott hat uns so geführt, dass wir am folgenden Tag bei der Segnung von Yonatan Grimberg dabei sein können. Es ist schön, mit anderen Gottesdienst feiern zu dürfen. Alon, Rajaa‘ und Alons Schwester Karin versorgen uns zudem mit gesunder Kost, wofür wir sehr dankbar sind. Diese drei Engel setzen sich in unterschiedlichen Gemeinden und Programmen ein für die Versöhnung von Juden und Arabern, eine großartige Sache. Am Abend erzählt uns Karin, die ursprünglich aus Deutschland stammt, eindrücklich, wie ein traumatisches Erlebnis von einem Minus zum Plus werden kann (siehe Video).

Beeindruckt hat uns auch die Begegnung mit Hagay am darauffolgenden Tag. Mitten in der ‚Pampa‘ begegnet uns ein Bus. Der Fahrer kurbelt das Fenster herunter und stellt uns die zweitwichtigste Frage: „Habt Ihr genug Wasser?“ Zwar hatten wir morgens unsere Wasserbeutel gefüllt und bei der einzigen möglichen Stelle, einem Industriegebäude, nochmals Nachschub besorgt, aber da es ein sehr heißer Tag ist antworten wir: „Wir sind nicht ganz sicher, ob es reichen wird.“ Eine Sekunde später ist Hagay bereits ausgestiegen, öffnet die hintere Tür und lässt uns unseren Wasserbeutel auffüllen. „Danke Herr, dass Du wieder einen Engel vorbeigeschickt hast!“ sagen wir kurze Zeit später erleichtert. Immer wieder danken wir Jesus auch für die vielen „Engel“, die uns im Verborgenen unterstützen. Manche kennen wir nicht einmal persönlich. Die Liebe von Gott und von Menschen zu erleben, ist für uns ein Privileg und eine große Ermutigung.

Nach seiner Auferstehung fragte Jesus Petrus drei Mal: „Hast Du mich lieb?“ Was für eine Frage! Annemarie hat durch ein mehrjähriges, englischsprachiges Bibelstudium (http://www.bsfinternational.org) zusammen mit über hundert Frauen viel dazu gelernt. In der deutschen Übersetzung heißt es von Jesus, dass er den Willen des Vaters tun wollte. In der englischen Übersetzung steht: „I WANT TO PLEASE HIM.“ (Ich will ihn erfreuen, ihm gefallen). Jesus liebt seinen Vater so sehr, dass er nur das tun will, was seinem Vater gefällt. Dann ist jeder Einsatz ein „Dürfen“ und nie ein „Müssen“. So macht das Leben Freude!

Unsere Freude über die Treue Gottes auf unserer Reise ist unbeschreiblich. Trotzdem werden wir versuchen, sie nach unserer Ankunft am Ziel noch in Worte zu fassen. Morgen packen wir ein letztes Mal unseren Rucksack und steigen auf den Ölberg.Dort ist Jesus aufgefahren in den Himmel und dorthin wird er auch wieder zurückkommen. Was für ein Geschenk, dass er lebt und uns bereits jetzt schon so viel gibt! Wir sind so froh, dass er Ja gesagt hat zu dem Weg, den unser Vater im Himmel für ihn bestimmt hat.

Zwei überaus dankbare Wanderer kurz vor dem Ziel.

Hanspeter und Annemarie

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Auf dem Israel Trail

Juni 26, 2011

„Wo übernachtet ihr? Wie schwer ist der Rucksack? Wie viel Geld habt ihr dabei? Wie viele Kilometer wandert ihr pro Tag? Wo und was esst ihr?“ Diese und viele weitere Fragen wurden uns von aufgeweckten Schülern beim Aufstieg auf den Berg Tabor gestellt. Wenn wir im Herbst wieder in die Schweiz zurückkehren, sind wir gerne bereit, in Schulen, Gemeinden und anderen Einrichtungen von unseren Erlebnissen zu erzählen. Auch wir haben schon durch Erfahrungsberichte anderer profitiert. Als wir in Israel zum ersten Mal Wildschweinen begegneten, pochte unser Herz doch etwas schneller. Wir erinnerten uns an das Buch von Judy Pex. Zusammen mit ihrem Mann legte sie den 940 km langen „Schwil“ von Elat im Süden bis zur libanesischen Grenze im Norden zurück und hielt dabei ihre Eindrücke schriftlich fest. Später wurde ihr Reisetagebuch von Ingeborg Beyeler-Blum übersetzt (deutscher Titel: „Der Israel Trail“) und veröffentlicht. Dort erwähnt Judy u.a., dass Wildschweine durchaus auch Menschen angreifen. Nachdem die borstigen Tiere allerdings am gleichen Tag an mindestens fünf unterschiedlichen Orten vor uns Reißaus genommen hatten, schlugen wir abends in der freien Natur unbesorgt unser Zelt auf. Nachts um halb zwei Uhr jedoch hörten wir dann, wie ein Wildschwein auf unser Zelt zugerannt kam und schnaubend daneben stehen blieb. Hanspeter blinkte mit der Taschenlampe und schon entfernte sich das Tier. Kurz darauf wollte auch ein zweites wissen, wer es wagte, unter dem Sternenhimmel zu schlafen.

Ein paar Tage zuvor begegneten wir nach unserem Besuch in Banias (siehe Video) zwei jungen Frauen, die auch mit dem „Israel Trail“ beginnen wollten. „Dürfen wir mit euch wandern?“ fragten sie im Kibbuz Dan. „Wir könnten hier auf dem Sportplatz übernachten und erst morgen losziehen“, war ihre Idee. „Wir würden gerne die Kühle des Abends noch nutzen, und gleich jetzt losgehen“, antworteten wir. So kam es, dass wir abends nach sechs Uhr gemeinsam mit Yaara und Reut starteten. Am folgenden Tag mussten wir eine kleine Routenänderung vornehmen, da Reut das Wasser ausging. Wir können nun verstehen, weshalb am Rande eines Naturparks hier stets die Warnung zu lesen ist, man solle pro Person mindestens drei oder fünf Liter Wasser mitnehmen. Von anderen Wanderern hörten wir, sie hätten im Süden bis zu acht Liter Wasser mitgeschleppt.

Die Naturwege im Norden sind ab und zu etwas dornig, aber traumhaft schön (siehe Video). Manchmal kamen wir kaum vorwärts, weil es am Wegesrand immer wieder etwas Interessantes zu bestaunen gab. Genau auf dem Streckenabschnitt, auf dem sich der „Israel Trail“ und der „Jesus Trail“ überschneiden, konnten wir uns vor dem Aufstieg auf den Berg Arbel an einem Regenbogen kaum sattsehen (siehe Video). Ein anderes Mal schauten wir zu, wie ein eingerollter Tausendfüßler am Morgen erwachte und langsam seine vielen Füßchen in Bewegung setzte. Einmalig! Wir sind froh, dass wir uns nur um zwei Füße kümmern müssen. Auf dem ersten Streckenabschnitt erkundigten wir uns bei einigen Wanderern, mit welchen Schuhen sie die Strecke von Elat bis in den Norden zurücklegten. Gute Wanderschuhe bewähren sich anscheinend. Auf dem Streckenabschnitt, der hinter uns liegt, war es meist ein Vorteil, dass unsere Schuhe wasserdicht sind. Doch bei den warmen Temperaturen in Israel schwitzen wir darin mehr als uns lieb ist. Anstatt uns auf das Experiment von Sandalen oder neuen Schuhen einzulassen, haben wir uns entschieden, lieber jede Stunde unsere Socken zu wechseln. Bis jetzt kamen wir damit ganz gut zurecht. Letzte Woche durften sich unsere Füße jedoch etwas ausruhen, da wir im Gästehaus Beit Yedidia in Haifa eine „Touristenpause“ einlegten. Mit dem Auto besuchten wir im Norden noch einige Orte, die von der Bibel her interessant sind und auch ein Ehepaar, das Gottes Bewahrung auf ganz besondere Art erleben durfte (siehe Video). Das Nazareth Village finden wir sehr faszinierend, da dort live gezeigt wird, wie man zur Zeit von Jesus lebte und arbeitete (siehe Video).

Spannend war für uns auch, als wir auf den Tag genau zehn Monate nach unserem Start in Basel in der Nähe von Nazareth auf Kana blickten. Dort tat Jesus während eines Hochzeitsfestes sein erstes Wunder und verwandelte Wasser in Wein. Wir erinnerten uns an die zahlreichen Wunder, die wir vor und während unserer Reise bisher erlebt hatten. Vor der Reise liehen uns Marianne und Werner genau zur richtigen Zeit ihr Auto, Christine, Katja und Rahel halfen einen ganzen Tag lang beim Putzen und Einpacken, und Fredi, Walter und Marianne sowie andere transportierten Möbel. Die Liste der Namen der vielen anderen Helfer würde ein paar Seiten füllen. Einen Tisch schenkten wir dem Ländliheim in Basel. Im Austausch dafür durften wir die letzte Nacht vor Reisebeginn bei ihnen schlafen. Annemarie kann sich für „Tauschgeschäfte“ dieser Art begeistern. Ein Mittagessen für einen Putzeinsatz, einen Haarschnitt für die Kinderbetreuung oder eine Vorlesestunde für einen Blumenstrauß. Eine Schwester im Ländliheim hat uns nach unserer Übernachtung ausrichten lassen, sie würde das erste Buch kaufen, falls wir eines schreiben. Auch wenn wir ab und zu ermutigt wurden, ein Buch zu schreiben, schoben wir den Gedanken vor uns her. Selbst ein Verlag nahm drei Anläufe, doch wir wollten zuerst unsere Reise beenden und erst dann entscheiden, ob wir uns auf ein „Buchprojekt“ einlassen sollen oder nicht. Während des Aufstiegs auf den höchsten Berg, den wir in Israel erklimmen mussten, kam uns jedoch eine Idee, wie wir uns dieses Projekt vorstellen könnten. Das Besondere war, dass wir zu jenem Zeitpunkt von einer Wolke eingehüllt waren. Im Norden hiess es, wir könnten während dieser Jahreszeit nicht mehr mit Wolken rechnen, doch Gott hat uns auf dem Meron genau während des Aufstiegs mit einer Wolke beschenkt. Sein Timing ist einzigartig!

Das erlebten wir auch mit einer Einladung, die uns vor einigen Monaten zum 20-jährigen Bestehen der Karmel-Gemeinde in Haifa zugeschickt wurde. Wir konnten es selber kaum glauben, als wir den höchsten Punkt auf dem Karmel genau am Nachmittag vor dem großen Fest erreichten. Interessant ist, dass wir beim Fest auf dem Karmel (siehe Video) direkt hinter einer Schweizerin saßen, deren Herzenswunsch es war, mit jemandem in ihrer Muttersprache über den Glauben sprechen zu können. Für Gott ist nichts unmöglich.

Am Montagmorgen werden wir auf dem Karmel wieder starten und die letzte Strecke in Angriff nehmen. Die folgenden Verse aus dem Psalm 92, die während der Festveranstaltung auf dem Karmel vorgelesen wurden, möchten wir Euch nicht vorenthalten: Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster. HERR, wie sind deine Werke so groß!

Hanspeter und Annemarie

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Zwei Seiten in Zypern

Juni 7, 2011

„Nein, Sie können nicht von Nordzypern nach Südzypern laufen. Ich fahre Sie gerne mit dem Taxi hin.“ Hanspeter hätte es dem Taxifahrer in Salamis (siehe Video) beinahe abgenommen, aber Annemarie zweifelt an der Aussage. „Haben Sie auf der Strecke durch den britischen Militärstützpunkt wirklich noch nie Fußgänger gesehen?“ fragt sie zurück. „Nein, nie.“ kommt die Antwort. „Die Menschen haben schon viele Gerüchte verbreitet. Vielleicht stimmt es ja gar nicht.“ argumentiert Annemarie. Schließlich einigen wir uns, es nach der Besichtigung der Stadt Famagusta (siehe Video) wenigstens zu versuchen. An der Grenze will der Beamte einen unserer Rucksäcke genauer unter die Lupe nehmen. „Sie können auswählen, welchen ich anschauen soll.“ Uns ist es egal, aber wir schlagen ihm vor, Annemaries Rucksack zu nehmen. „Dann nehme ich Ihren“, sagt er, und deutet dabei auf den Rucksack von Hanspeter. Als wir durch den Militärstützpunkt wandern, meint Annemarie: „Er hätte uns ja gar nicht fragen müssen, wenn er dann sowieso denjenigen wählt, den er möchte. „Er dachte vielleicht, wir hätten bestimmt den Rucksack vorgeschlagen, der nichts Illegales enthält und entschied sich deshalb für den anderen“, ist die Logik von Hanspeter. Wie dem auch sei, der Zollbeamte bestätigte uns, was wir bereits vorher gehört hatten: der Stempel in unserem Pass von unserer Einreise in Nordzypern könnte uns zum Verhängnis werden. Andere hatten uns gesagt, dass wir vielleicht wieder nach Nordzypern zurück müssten, um nach Israel fliegen zu können, was einige Hundert Euro mehr kosten würde als von Südzypern aus. Nach unserer Einreise in Südzypern setzte sich Hanspeter an den Computer, um an offizieller Stelle nachzufragen.

Ja, auf dieser Insel gibt es eine türkische und eine griechische Seite. Bei Gesprächen merkten wir schnell, dass zwischen diesen zwei Seiten ein großer Konflikt in der Luft liegt. Allein beim Thema EU wird es kompliziert. In der Informationsbroschüre steht: „Am 1. Mai 2004 wurde Zypern – mitsamt dem besetzten Norden – Vollmitglied der Europäischen Union. In einem Protokoll des Beitrittsvertrags wird jedoch vermerkt, die Anwendung des EU-Regelwerks in denjenigen Gebieten der Republik Zypern, in denen (aufgrund der türkischen Besatzung) die Regierung der Republik Zypern keine Kontrolle ausübt, werde bis zur Lösung der Zypernfrage aufgeschoben. Die Verhandlungen und Bemühungen um eine gerechte und funktionale Lösung werden weiterhin fortgesetzt.“ Auf dem Festland hörten wir zur EU auch unterschiedliche Bemerkungen. In einem Land hieß es: „Wir müssen nett sein, wir wollen doch in die EU“, und im anderen Land: „Es ist nicht unser Fehler, dass es so steht um unser Land. Die von der EU hätten uns besser kontrollieren müssen.“ Es gibt aber auf beiden Seiten Menschen, die freiwillig nett sind. Und das Kontrollieren gehört nun einmal zum Leben. Auch bei uns gibt es da noch Verbesserungspotenzial. Auf einem Campingplatz in Zypern hörten wir das Summen einer Mücke, doch im Zelt wähnten wir uns beide in Sicherheit. Am nächsten Morgen entdeckten wir jedoch, dass die Mücke sich nicht wie angenommen außerhalb, sondern innerhalb des Zeltes befunden hatte. Eine unübersehbare Blutspur verriet uns, dass sie während der Nachtstunden ziemlich aktiv gewesen war. Andere Tiere haben andere Vorlieben. Zwei Hunde finden Plastik sehr genüsslich (siehe Video). In Zypern sind wir einem anderen Tier zum Glück nur in toter Form begegnet: einer Schlange. Annemarie geht diesen Tieren freiwillig aus dem Weg. Mutig hat sie vor vielen Jahren beim Besuch eines Teenagers ihre Hände hingestreckt, damit er ihr seine Schlange drauflegen konnte. Zuerst ging alles gut. Als sich die Schlange jedoch unerwartet bewegte, zog Annemarie vor Schreck ihre Hände zurück und die Schlange fiel zu Boden. Es tat ihr sehr leid, aber sie konnte den Vorfall nicht mehr rückgängig machen.

Auch Adam und Eva konnten nicht mehr rückgängig machen, dass sie der Schlange glaubten, Gott habe sie angelogen und wolle ihnen etwas vorenthalten. Das Problem ist, dass der Gegenspieler Gottes nie aufhört, Leute zu belügen und auf verschiedene Weise versucht, sie vom geraden Weg mit dem Herrn abzubringen. Auf Zypern rief der Landvogt Paulus und Barnabas zu sich, weil er von ihnen das Wort Gottes hören wollte. Der falsche Prophet und Zauberer Elymas setzte in Paphos (siehe Video) alles daran, damit sich der Landvogt vom Glauben abwendete. Paulus nahm das nicht einfach so hin. „O du Kind des Teufels, voll aller List und aller Bosheit, Feind aller Gerechtigkeit, hörst du nicht auf, krumm zu machen die geraden Wege des Herrn?“ sagte er zu Elymas (Apostelgeschichte 13). Elymas erblindete daraufhin eine Zeitlang und der Landvogt kam zum Glauben. Der Durcheinanderbringer machte auch vor Jesus nicht Halt. In Matthäus 4 lesen wir, wie Jesus dem Satan bei jeder Versuchung ein Bibelwort aus dem fünften Buch Mose entgegen hielt. Wir lesen sehr gerne in der Bibel, doch neben dem Wandern, Wäsche Waschen, Einkaufen und den nötigen Abklärungen bleibt uns manchmal nicht die gewünschte Zeit dafür. Aber mit der heutigen Technik ist auch das kein Problem. Paul hat uns unterwegs einen kleinen MP3-Player mit dem Neuen Testament geschenkt. So können wir beim Wandern per Kopfhörer die beste Nachricht der Welt hören. Auch hier hat Gott wieder wunderbar und einzigartig für uns gesorgt. Eine ganz andere Art seiner Hilfe erlebten wir durch das Wetter. Zu Beginn war es in Zypern heiß und feucht warm. Unsere Haut reagierte mit einem Ausschlag an den Beinen.“ Danke Herr!“, sagten wir, nicht wie vor ein paar Monaten bei der Sonne, sondern bei jeder Wolke, die Gott schickte. Als es kühler wurde, verschwand unser Hautausschlag wieder. Immer wieder hörten wir: „Das Wetter ist dieses Jahr sehr komisch.“ Wir freuten uns darüber.

In der Zwischenzeit sind wir in Israel angekommen. Bei der Ausreise aus Zypern zeigten wir unseren Personalausweis und kamen problemlos durch. Danke Herr! Wenn es von der politischen Situation her möglich ist, werden wir am Donnerstag an der Grenze zum Libanon mit dem Israel-Trail beginnen. Nun folgen wir den Spuren von Jesus und nicht mehr denen von Paulus. „In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ (Kolosser 2,3). In diesem Sinne machen wir uns auf zur Schatzsuche und wünschen auch Euch, dass Ihr noch viele Schätze entdeckt. Das Leben mit Gott ist und bleibt spannend.

Hanspeter und Annemarie

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Weitere Links:

Homepage: www.BaselJerusalem.info

Fotos: https://baseljerusalem.wordpress.com/category/fotos/

Videos: http://www.youtube.com/user/BaselJerusalem?feature=mhum#g/u

Medienberichte: http://www.obrist-impulse.net/html/medien.html

Beitrag im Radio Life Channel (ERF Schweiz) vom 24. Mai 2011

http://www.erf.ch/artikel/13903.html

Frühere Sendungen: http://www.lifechannel.ch/life_channel-programm-serien-reise_nach_jerusalem.html

Terroristen, Zweifler und Rallyefahrer

Mai 20, 2011

Verzweifelt versucht uns ein Angestellter einer Tankstelle ein türkisches Wort beizubringen. Wir verstehen nicht was er sagen will. Er wiederholt es so lange, bis wir schließlich aus dem Rucksack unser Wörterbuch hervorkramen. So manch eine Tankstelle war uns in guter Erinnerung geblieben. Die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft, die uns dort häufig entgegengebracht wurde, beeindruckte uns immer wieder neu. So warten wir nun gespannt, bis der Mann an der Tankstelle auf das für ihn offensichtlich äußerst wichtige Wort zeigt: „Terroristen“. „Wo?“ fragen wir. „Hier!“ kommt die Antwort. Wir erinnern uns daran, dass wir schon oft vor dem Osten der Türkei gewarnt worden waren. Ein Türke sagte zu uns: „Ihr als Touristen könnt dahin gehen, für uns Türken aus dem Westen wäre es aber zu gefährlich.“ Es ist uns zudem aufgefallen, dass bei vielen Häusern die Fester vergittert sind. Eines Morgens staunten wir nicht schlecht, als wir einen bewaffneten Mann antrafen, der auf offenem Gelände ein Zwiebelfeld bewachte. Mit einem leicht mulmigen Gefühl im Bauch, aber gleichzeitig mit dem Wissen um Gottes Allmacht, brechen wir von der Tankstelle auf. Eine halbe Stunde später hält ein weißes Auto vor uns und drei Männer steigen aus. „Polizei! Wohin gehen Sie?“ „Nach Tarsus.“ „Woher kommen Sie?“ „Aus der Schweiz.“ Sie strecken uns fünf Erfrischungstücher entgegen, steigen ins Auto und weg sind sie. Immer noch unter dem Eindruck der Warnung an der Tankstelle, regen sich bei uns Zweifel, ob das auch wirklich echte Polizisten waren. Sie haben trotz Zivilkleidung weder ihre Ausweise gezeigt noch nach unseren gefragt. Zudem haben wir in der Türkei noch nie erlebt, dass alle Polizisten aus dem Auto gestiegen sind, um uns zu befragen. „Nächstes Mal müssen wir besser aufpassen und uns wenigstens die Autonummer merken“, sagen wir zueinander.

Manche Türken zweifeln auch an unseren Aussagen. „Das kann nicht sein, dass Sie zu Fuß von der Schweiz bis hierher gewandert sind. Wo ist Ihr Fahrrad?“ fragt uns ein junger Mann ungläubig. „Wir haben kein Fahrrad“, sagt Hanspeter. „Das glaube ich Ihnen nicht!“ antwortet er, dreht sich um und wechselt die Straßenseite. Ein anderer wollte Beweise. „Zeigen Sie mir Ihre Schuhsohlen.“ Diese Szene hat uns an den Jünger Thomas erinnert, der den anderen Jüngern die Auferstehung von Jesus nicht glauben und zuerst seine Nägelmale sehen und berühren wollte. Manchmal sind die Wunder Gottes ja wirklich kaum zu fassen. Dass wir auf unserer Reise bereits neun Monate lang nie ernsthaft erkrankt und körperlich in guter Verfassung sind, ist für uns ein Wunder. Kurz vor der Reise musste Annemarie wegen einer Entzündung noch ein Knie behandeln lassen. Es machte gut mit, selbst als es diese Woche an einem Tag 50 km zurücklegen musste. Letzte Woche staunten wir über ein kleines Wunder. Für jenen Morgen hatten wir unseren Wecker auf 4.45 Uhr gestellt. Unsere Nachbarn im Zimmer nebenan hatten uns jedoch bereits um 3.30 Uhr geweckt, woraufhin Annemarie nicht mehr einschlafen konnte. Um die Mittagszeit zogen Gewitter auf, und wir suchten unter dem Vordach eines Büros Schutz. „Diese Nacht war einfach zu kurz. Ich brauche eine Cola“ sagte Annemarie. Zwei Sekunden später stand ein Mann, der davon nichts wusste, vor uns und streckte uns zwei Dosen Cola hin. Sprachlos vor Erstaunen starrten wir ihn an. Gott überrascht uns mit seiner Präzisionsarbeit immer wieder. Das erlebten wir auch in Antiochien /Antakya, der für uns letzten großen Stadt vor der Grenze nach Syrien.

Die Frage, ob wir trotz der politischen Unruhen zu Fuß durch Syrien reisen können, stand seit einigen Wochen im Raum. Von anderen Weltreisenden erfuhren wir, dass sie an der Grenze kein Visum mehr erhalten hatten. Wir konnten vor der Abreise auch kein gültiges Visum beantragen, da es höchstens sechs Monate gültig ist. Nach reiflicher Überlegung und viel Gebet haben wir nun beschlossen, den Spuren von Paulus auf seiner ersten Reise zu folgen und eine Routenänderung nach Zypern vorzunehmen. Als wir nach dem ersten richtig heißen Tag in Antakya ankamen, wanderten wir weiter ins Stadtzentrum, da uns das erste Hotel zu teuer war. Im zweiten war gerade Schichtwechsel und der neue Mitarbeiter sprach gut Englisch. Zudem hatte er früher in Zypern gearbeitet und riet uns, nicht den wesentlich umständlicheren Weg mit dem Bus und der Fähre zu nehmen, sondern nach Zypern zu fliegen. Auf diese Idee wären wir erst gar nicht gekommen, doch sie leuchtete uns ein. Mit dem Bus hätten wir bis Mersin zurückfahren müssen, da vom Hafen in Seleukia keine Schiffe mehr nach Zypern fahren. Wir erhielten weitere Tipps und der Mann organisierte ein günstiges Flugticket für den 20. Mai. Wenn es möglich ist, werden wir auf der Insel Zypern zu Fuß die gleiche Strecke wie Paulus (Apostelgeschichte 13) zurücklegen.

Nicht zu Fuß, sondern mit alten Autos waren die fünf Männer vom Komitee Allgäu-Orient-Rallye in Tarsus (siehe Video) unterwegs. Erleichtert berichteten sie uns in der Geburtsstadt vom Apostel Paulus, dass nun endlich die Ausweichroute nach Jordanien geregelt werden konnte. Sie trafen die Entscheidung, nicht durch Syrien zu fahren, da die Grenze zu Jordanien immer wieder geschlossen wurde. Mit einer Fähre wollten sie nun nach Zypern übersetzen. Das hatte uns einen Tag zuvor mit der gleichen Erleichterung bereits eine Teilnehmergruppe aus Wedel erzählt. Wir trafen sie am Wegesrand an, als eines ihrer Autos zwischen Mersin und Tarsus eine Panne hatte. Gastfreundlich schenkten sie uns zwei Birnen, die seit einer Woche im Auto mit ihnen von Deutschland bis nach Tarsus gefahren waren. Sie schmeckten wunderbar. J

Nicht aus Deutschland, sondern aus der Schweiz stammt die kreative Ursula (siehe Video), die wir in Iskenderun besuchten. Während unserer Zeit in Weinfelden, beteten wir regelmäßig für ihre Familie und die Gemeinde, die ihr Mann vor 50 Jahren in Iskenderun gründete. Da wir genau an einem Wochenende in der Stadt ankamen, konnten wir sogar an einem Gottesdienst teilnehmen. Der jetzige junge Pastor der Gemeinde wird seit der Ermordung des katholischen Bischofs im letzten Jahr immer von einem Bodyguard begleitet. Vor drei Jahren wurden nicht weit von hier drei Männer umgebracht, weil sie an Jesus Christus glaubten. Es macht uns traurig, dass Christen in diesem Land, das früher ein Zufluchtsort für verfolgte Christen war, heute um ihres Glaubens willen in Angst leben müssen. Interessant ist, dass selbst die Bezeichnung „Christen“ in der türkischen Stadt Antakya/Antiochien (siehe Video) entstanden ist (Apostelgeschichte 11,26). Vom Hafen Seleukia aus (siehe Video), der ganz in der Nähe dieser Stadt liegt, segelten Paulus, Barnabas und Johannes Markus auf ihrer ersten Reise nach Zypern. Die alten Hafenmauern sind noch immer zu sehen.

Ein abwechslungsreiches und interessantes Land mit vielen Überraschungen am Wegesrand (siehe Video) liegt hinter uns. Man hat uns gesagt, bis noch vor wenigen Jahren seien die Menschen hier mit 45 Jahren pensioniert worden. In diesem Sinne haben wir nun also als Rentner die Türkei durchquert. Jene Männer, die wir in Tarsus trafen, erzählten uns, dass sie bei der Rallye in der Wüste für 40 km ca. zehn Stunden benötigen. Seither wissen wir auch, dass wir ungefähr mit gleicher Geschwindigkeit unterwegs sind wie die Rallyefahrer in der Wüste. J

Ganz herzliche Grüße

Hanspeter und Annemarie

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Köfte (siehe Video)

Römerbrücke in Adana (siehe Video)

Artikel in der Zeitschrift „lebenslust“ (hier drücken)

 

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Babam Tschiftschi

Mai 6, 2011

Väter sind wichtig. Daran haben wir noch nie gezweifelt. Dass unsere über 80-jährigen Väter auf der Reise nach Jerusalem jedoch eine so wichtige Rolle spielen würden, hätten wir nicht gedacht. Als Hanspeter in Griechenland für lediglich 10 Euro eine Telefonkarte kaufen wollte, bat ihn der Verkäufer: „Schreiben Sie bitte den Namen Ihres Vaters in dieses Feld.“ Andere Länder, andere Sitten. In der Türkei wiederum scheint, wenn es um Annemaries Vater geht, dessen Beruf von großer Bedeutung zu sein. Kürzlich rannte uns eine Frau entgegen. „Woher kommen Sie?“ rief sie uns auf Englisch zu. Annemarie antwortete: „Aus der Schweiz. Babam Tschiftschi.“ Nicht dass wir die Landessprache fließend sprechen würden, doch diesen türkischen Ausdruck beherrscht Annemarie schon seit vielen Wochen: „Mein Vater ist Landwirt.“ Die Frau streckte als Ausdruck ihrer Begeisterung ihren Daumen hoch, lächelte und kehrte offensichtlich zufrieden wieder zur Kuh zurück, die sie hütete. Die zwei hilfreichen Worte haben durch einen Fotostopp in der Türkei ihren Weg in unseren Wortschatz gefunden. Normalerweise fragt Annemarie die Leute, ob sie ein Foto machen darf. Bei Schnappschüssen ist das aber schlecht möglich. Ein Mann bei der Feldarbeit reagierte gar nicht erfreut, als er die Kamera sah. Just in jenem Moment kam uns auf dem Gehsteig ein Mann entgegen. „Sprechen Sie Englisch, Deutsch oder Italienisch?“ sprach Annemarie ihn an. „Italienisch.“ „Mein Vater ist Landwirt. Deshalb habe ich von diesem Mann ein Foto gemacht.“ Ein Lächeln huschte über sein Gesicht und nach der Übersetzung zeigte sich auch der fotografierte Mann gelöst. „Babam Tschiftschi“ – diesen Ausdruck mussten wir uns merken. Seither sagen wir z.T. mehrmals täglich zu jemandem: „Babam Tschiftschi“, worauf wir stets viel Verständnis und nicht selten auch ein strahlendes Lächeln ernten. Manchmal zeigen die Leute auf den Rucksack und geben uns zu verstehen, er sei zu schwer. „Babam Tschiftschi“ und schon nicken sie verständnisvoll. Einem Polizisten war das noch nicht genug. Er wollte wissen, ob wir zuhause viel Milch getrunken hätten. „Ja, morgens und abends.“ Erst dann nickte er und war zufrieden. Nachdem er uns Cay (Tee) angeboten hatte, stellte er uns einige Fragen. Wie aus heiterem Himmel sagte er dann plötzlich: „Die Pässe bitte.“ Wir haben gemerkt, dass die Motive, uns einen Cay anzubieten, sehr unterschiedlich sein können. Manchmal ist es echte Gastfreundschaft. Teilweise will man uns jedoch einfach nur aus der Nähe betrachten und mehr über uns erfahren. Wir haben bereits erlebt, dass das Erzählte dann lautstark weiter verbreitet oder auf der anderen Straßenseite weiter erzählt wurde. Spätestens wenn jemand die Straße überquert hat und sich dann auch auf der anderen Seite alle nach uns umdrehen, wird uns klar, was los ist. Bei Kindern und Jugendlichen heißt es ab und zu: „Woher kommst Du? Wie heißt Du? Geld, Geld.“ Und wiederum andere versuchen, uns neben dem Cay gleich noch zu einem ganzen Menü in ihrem Restaurant zu überreden oder etwas aus ihrem Geschäft anzudrehen.

Ein Menü, bei dem wir bei der Zubereitung gerne zuschauen, ist der Börek (siehe Video). Da es tagsüber immer wärmer wird, marschieren wir jetzt früher und meistens auch ohne Frühstück los. Wenn sich nach ein oder zwei Stunden der Hunger meldet, essen wir entweder einen Börek, eine warme Suppe mit Salat oder sehr oft ein Brot, manchmal sogar mit Joghurt. Es scheint uns so, als ob unser himmlischer Vater dafür sorgt, dass wir auch genügend Vitamine zu uns nehmen. Es gibt hier sehr viele Treibhäuser (siehe Video), und die Ernte ist derzeit in vollem Gange. Uns wurde auf der Küstenstraße fast täglich Obst oder Gemüse geschenkt: Gurken, Erdbeeren, Bananen, Avocados, Orangen, Zitronen, Yeni Dünyas, Maulbeeren und andere uns unbekannte Früchte.

Einmal hielt direkt vor uns ein kleiner Lastwagen an. Eine Frau und ein Kind stiegen aus und begutachteten unsere Rucksäcke. Gleichzeitig rannten zwei junge Männer von der Führerkabine auf die Ladefläche und streckten uns anschließend je acht Gurken entgegen. „Nehmen Sie!“ „Danke, danke, aber das ist viel zu viel. Das können wir nicht tragen.“ „Doch, Sie müssen sie nehmen!“ „Nein, das ist zu schwer.“ Aber die Männer sprangen schon wieder auf den Lastwagen und fuhren davon. Eigentlich hatten wir unser Mittagessen für später eingeplant, aber es war wohl besser, unser Brot mit ein paar der Gurken schon jetzt zu essen, um die Last zu reduzieren. Mit Gestik und Mimik unternahmen wir mehrere Versuche, der Frau mit dem Kind die restlichen Gurken zu überlassen. Sie wollte davon partout nichts wissen. So stopften wir je zwei und drei Gurken in unseren Rucksack und sahen keine andere Möglichkeit, als den Rest auf der Bank liegen zu lassen. Kaum waren wir einige Schritte gegangen, hielt ein Auto neben uns und der Fahrer erkundigte sich, wohin unsere Reise ginge. Wir kamen ins Gespräch und staunten nicht schlecht, als Dario uns erzählte, er sei mit seiner ganzen Familie viele Jahre lang durch die ganze Welt gereist. Dank einem Fernkurs war auch für die Schulbildung der Kinder gesorgt. Ab und zu arbeitete Dario drei Monate um Geld zu verdienen. Erst jetzt müssen sie für eine kurze Zeit sesshaft werden, damit die zwei Kinder die Universität besuchen können. Sie luden uns ein, sie in Frankreich zu besuchen. Der Familie , die bis heute ohne Handy auskommt, konnten wir beim Abschied noch die restlichen Gurken überreichen. Ihnen war sofort klar, dass wir nicht alle mittragen konnten. Und wir freuten uns, dass Gott uns so reich beschenkt hatte, dass wir von dem Überfluss weiterschenken konnten.

Drei Tage später staunten wir gleich wieder, als Paul und Monika, die wir in Selcuk getroffen hatten, mit ihrem Wohnmobil neben uns anhielten. Ein besonderes Erlebnis war in diesem Fall, dass nur eine Kurve zuvor eine Frau am Straßenrand uns mit den Worten „Gusa, Gusa“ eine Menge grüner Früchte entgegen gestreckt hatte, mehr als wir allein essen konnten. Einmal mehr konnten wir unseren Überfluss mit anderen teilen, und Paul und Monika lernten so eine für sie neue Obstart kennen. Solche Begegnungen sind für uns keine Zufälle.

Einmal schenkte uns ein Verkäufer nach dem Kauf eines Fruchtsafts noch zwei Gurken. Wir brachten sie im Rucksack unter und zwei Stunden später aßen wir eine nahrhafte Suppe. Es war das erste Mal, dass dazu kein Salat serviert wurde. Wir erinnerten uns an die Gurken und staunten, dass Gott auch hier wieder wunderbar vorgesorgt hatte, damit wir zur rechten Zeit auch noch zur nötigen Rohkost kamen. Das ist eine wichtige Ergänzung zum – für unseren Geschmack – etwas ‚pappigen‘ Weißbrot. Wir nennen es nur noch „Faltbrot“, da wir es ganz einfach zusammenfalten und so mühelos im Rucksack verstauen können. In den Städten freuen wir uns immer, wenn wir ein viel nahrhafteres Vollkornbrot finden.

Als wir bei Heidi aus Deutschland zu Besuch waren, backte sie uns ein wunderbares Vollkornbrot. Wir hatten sie am Palmsonntag in der Kirche kennen gelernt. Uns beschäftigte an jenem Tag ein kurzes Gespräch mit einer jungen Türkin in Antalya (siehe Video). „Weshalb heißt es eigentlich Palmsonntag?“ fragte sie. Hanspeter erklärte ihr, dass Jesus eine Woche vor der Kreuzigung auf einem Esel reitend in Jerusalem eintraf und ihm alle jubelnd zuriefen: „Hosianna!“ Dazu schwangen sie Palmzweige und legten sie vor Jesus auf den Weg (Matthäus 21). „Ich habe meine ganze Kindheit in Deutschland verbracht, doch es wurde mir kein einziges Mal erklärt, weshalb Ostern gefeiert wird. Ich wusste nur, dass man Eier versteckt.“ Diese Aussage der jungen Frau stimmte uns nachdenklich. Mit der Ausnahme von einigen Touristenorten wird hier selbst in den kleinsten Dörfern per Lautsprecher fünf Mal täglich das Glaubensbekenntnis ausgerufen. Und in Europa wird nicht einmal über das wichtigste Fest der Christenheit gesprochen.

Wir freuen uns, dass wir während des Wanderns sehr viel Zeit haben, mit Jesus zu reden. Er bringt Farbe in unser Leben. Wir erleben auch, dass es die vielen verschiedenen Erlebnisse sind, die den Alltag bunt werden lassen. So ähnlich wie ein Tuch, das schöner wird, wenn man verschiedene Farben aneinander fügt (siehe Video). Manchmal staunen wir über neue, ganz unerwartete Entdeckungen. Kürzlich z.B. wurde uns klar, dass die Ziegen und wir eine Gemeinsamkeit haben: Wir alle deponieren die von der Fahrbahn weggeräumten Dinge fein säuberlich am Straßenrand (siehe Video). J

Unser Vater im Himmel hat uns in den letzten Monaten innerlich und äußerlich reich beschenkt. Ihm, unseren irdischen Vätern und Müttern, unseren Betern und Sponsoren und allen praktischen Helfern wollen wir von ganzem Herzen danken!

Einen farbenfrohen Frühling wünschen Euch

Hanspeter und Annemarie

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Beitrag im Radio Life Channel (ERF Schweiz) vom 27. April 2011 http://www.lifechannel.ch/artikel/13743.html     Frühere Sendungen: http://www.lifechannel.ch/life_channel-programm-serien-reise_nach_jerusalem.html

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